Body Positivity

An dieser Stelle möchte ich noch mal ausdrücklich betonen, dass ich mich der Body Positivity Bewegung anschließe und der Meinung bin, dass der Wert eines Menschen nicht davon abhängt ob man dick oder dünn, weiblich, männlich, schwarz,  weiß oder welcher Hautfarbe auch immer ist.

Ich liebe es, dass es Menschen in unterschiedlichen Größen und Körperschemata gibt und bin der Meinung dass die Natur das auch genauso hervorgebracht hat.

Dass ich es mir selbst zur Aufgabe gemacht habe, insbesondere Frauen helfen zu wollen, aus dem Kreislauf ständiger Diäten heraus zu kommen, ist nicht dem Schönheitsideal des „dünn seins“ geschuldet. Sondern um ihnen die Möglichkeit aufzuzeigen, dass das gängige Schönheitsideal dazu führt, dass wir dicker und dicker und immer unglücklicher werden, wenn wir uns mehr und mehr selbst ablehnen.

95 Prozent aller Frauen weltweit sehen nicht so aus wie in Zeitschriften, Film und Fernsehen. Lediglich 4 Prozent aller Frauen sehen auch nur annähernd aus wie auf Werbeplakaten vor der Photoshop-Überarbeitung. Trotzdem laufen wir diesem Ideal wie die Lemminge hinterher.

Das führt zu einem schlechten Selbstwert und dient der Welt nicht. Je mehr wir lernen uns selbst so zu lieben wie wir heute sind, umso leichter fällt es uns positive Veränderungen in Angriff zu nehmen und gut für uns zu sorgen. Mit allen körperlichen, seelischen und geistigen Belangen.

Studien weltweit zeigen, dass immer mehr Frauen ihren Körper hassen, weil er in ihrem Augen nicht schön genug ist. Nicht perfekt zu sein ist oft unser größter Schmerz. Der Perfektions-Anspruch jedoch führt uns immer tiefer in die Aggression oder die Depression.

Was soll perfekt überhaupt sein?

Ich denke perfekt ist für jeden etwas anderes und deshalb können wir es nie jedem Recht machen. Wir müssen nicht perfekt sein um geliebt zu werden, auch wenn viele Menschen das denken.

Body Positivity heißt für mich aber auch nicht unglücklich dick zu sein, oder so zu tun als wenn man es wäre. Body Positivity heißt sich selbst so anzunehmen wie man ist. Und allen Dingen, denen wir mit Liebe begegnen können wir uns hinwenden. Wir können für uns überprüfen, ob wir den Kuchen mit Genuss essen oder aus dem Schamgefühl heraus nicht perfekt zu sein.

Solange wir wirklich mit Genuß essen ist es gut. Sobald wir aus Scham, Schuld, Frust, unterdrücktem Ärger oder um die Angst vor der Ablehnung nicht zu spüren essen, empfinde ich das als nicht liebevoll sich selbst gegenüber.

Sobald wir uns unseren Ängsten stellen, nicht gut genug zu sein und deshalb nicht geliebt zu werden, werden wir herausfinden, dass es allen Menschen so geht. Es ist ok Ängste zu haben aber es sollte uns auch bewusst sein, dass der Kuchen nur einen kleinen Moment darüber hinweg hilft und zumindest keine dauerhafte, gesunde Lösung sein sollte.

 

Das Video von Taryn Brumfitt hat mich sehr berührt, vielleicht geht es Dir genauso.