Warum ist Coaching so wichtig, wenn ich abnehmen will?

Das was mich am ewigen Abnehmen am Meisten genervt hat ist, dass ich einfach nicht verstanden habe, warum ich es nicht hinbekommen habe. Ich hab mich immer als willensstarke Person wahrgenommen, die die Dinge die sie sich in den Kopf setzt auch schafft. Das hat auch in den meisten Bereichen meines Lebens funktioniert aber eben nicht beim dauerhaften Abnehmen. Das konnte ich mir lange Zeit nicht verzeihen und habe sehr damit gehadert. Besonders peinlich fand ich es als Ernährungswissenschaftlerin. Was ich aber lange nicht wusste:
Wenn ich abnehmen will, ist es notwendig meine innere Einstellung zum Essen und auch zu mir selbst zu verändern. Essen wird oft als Belohnung eingesetzt, wenn ich jedoch vom Essen krank und dick werde, ist es fraglich ob es wirklich eine Belohnung ist. Essen wird meist benutzt um ein anderes Bedürfnis zu befriedigen als körperlichen Hunger. Wir sind kaputt, gefrustet, haben Angst, Sorgen oder wollen es uns gut gehen lassen.  Aber funktioniert all das mit Essen wirklich? Tröstet uns ein schönes Stück Kuchen, wenn ich traurig bin, weil mein Hund gestorben ist, oder meine Kollegin mich geärgert hat? Wohl kaum.

Essen hat in unserer Kultur unzählige Bedeutungen. Für jeden Menschen eine andere.

Auch dick oder dünn sein heißt für jeden etwas anderes. Die eine meint mit 80 kg schlank zu sein, die andere mit 50 kg. Schlank und dick sein ist subjektiv, so wie reich sein oder schön sein.
Die Motive sind sehr unterschiedlich: viele Frauen wollen schlank sein, weil sie denken, sie gewinnen dadurch an Ansehen. Einige wollen sich besser bewegen können und haben gesundheitliche Problem, die nächste Gruppe denkt, es vergrößert die Chancen einen Partner zu finden.

Das sich „dick oder dünn fühlen“ hat aber auch einen Nutzen für unsere Psyche, so denken manche Frauen es schützt sie vor Übergriffen, indem sie möglichst unattraktiv sind. (Das ist natürlich die eigenen Wahrnehmung der Menschen).

 

Wenn ich inbesondere Frauen frage:

„Was machst Du wenn Du Dein Wunschgewicht erreicht hast?
Was ist dann anders in Deinem Leben?“

Dann kommen Antworten wie :

„Dann verlasse ich meinen Mann“.

Frage: „Was hat das mit dem Abnehmen zu tun?“
Antwort: „Dann traue ich mich, dann habe ich mehr Selbstwert, mehr Mut“.
Frage: „Was hält Dich heute ab Deinen Mann zu verlassen?“
Antwort: „Ich habe Kinder und ein Haus, dass möchte ich den Kindern nicht zumuten“.
Frage: „Warum ist das anders, wenn Du abgenommen hast?“
Antwort: „Stimmt daran ändert sich nichts.“

Es gibt also oft Gründe um übergewichtig zu sein, die nicht logisch erscheinen.
Sie stammen aus einer alten Zeit, aus der Kindheit, dem Heranwachsen, der jahrelangen Beziehung und haben heute oft ihren Nutzen verloren. Wir bemerken das jedoch nicht und machen weiter wie bisher. 

Glaubenssätze wie: „Solange Du dick bist, findest Du keinen neuen Mann“, sorgen dafür, dass Ehen zusammen bleiben – aber glücklicher werden Sie dadurch nicht.

Ist schlank wirklich immer gesund?

Viele Frauen denken, dass es nur den Weg gibt schlank zu sein, auch wenn die Natur ihres Körpers etwas anderes will. Egal was wir tun, wie wir hungern: aus einer Person mit Hüften und Po wird kein androgyner Typ werden. Wir müssen lernen zu akzeptieren und zu respektieren wie wir sind, mit welchen Anlagen wir auf die Welt gekommen sind und wie wir aufhören können gegen den eigenen Körper zu kämpfen und mit ihm in Liebe und Gesundheit zu leben. Das ständige Diätleben, die ständigen Gewichtsschwankungen sind definitiv nicht gesünder als dick zu bleiben, sondern fordern den Körper eher noch mehr. Wenn Du also schon so viele Diäten gemacht hast und ständig zu und abnimmst, macht es vielleicht einmal Sinn genauer hinzugucken und Deinem Körper zuzuhören, statt ihn zu geißeln. Wir leben in einer Welt in der das „Schlank-Sein“ als gesund gilt und das „Dick-Sein“ als ungesund. So einfach ist es aber bei weitem nicht. Wer schlank ist und sich nur von Pommes Currywurst ernährt ist sicher nicht gesünder als eine dickere Frau, die Sport treibt und sich gesund mit hohem Gemüseanteil ernährt. Gesundheit ist keine Zahl die wir messen können, genau wie Wohlgefühl, Liebe, Schönheit oder alles andere was den Empfindungen des Einzelnen unterliegt. Wir müssen lernen unsere Individualität anzuerkennen und aufhören einem Ideal nachzurennen, das es in der Natur nicht gibt, sondern ein Ergebnis von Photoshop und anderen Grafikprogrammen ist. 

Du bestimmst deine Wahrheit und die ist deine Realität:

Das was wir Menschen über uns selbst denken ist unsere Wahrheit und damit unsere Realität. Oft denken Menschen sie sind zu dick, obwohl das Umfeld das Gegenteil behauptet. Das liegt daran, dass wir in unserer Vergangenheit Dinge gelernt haben, die uns geprägt haben wie „du warst schon immer ein Moppelchen“. Solche und ähnliche Glaubenssätze sorgen dafür, dass wir uns immer wie ein Moppelchen fühlen werden auch, wenn wir schon lange keins mehr sind. Die meisten meiner Klientinnen sagen bei der Betrachtung alter Foto´s „wäre ich doch damals so geblieben, ich sah toll aus aber ich hab mich immer zu dick gefühlt. Damit geht dann die Diät-Rally los und verlässt uns oft für den Rest unseres Lebens nicht mehr.

 

Im Erkennen und Bearbeiten der eigenen Glaubenssätze liegt die Chance diese zu verändern. Nur weil ich abnehme, muss ich meinen Mann nicht verlassen, sondern kann mich beispielsweise entschließen an meiner Ehe zu arbeiten. Vielleicht erkenne ich auch, dass ich so wie ich bin toll bin und mich von den alten Überzeugungen verabschieden kann.

 

Die Themen Essen, der eigene Körper und Abnehmen sind so komplex wie das Leben. Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht wissen was gesunde Ernährung bedeutet, aber in meiner Praxis ist das äußerst selten. Meine Klienten sagen eher „ich weiß das alles aber ich kann es trotzdem nicht umsetzen – was stimmt bloß nicht nicht mit?“

Das was nicht stimmt, ist meist, dass wir denken, dass das Essen etwas sein sollte, was wir mit dem Kopf kontrollieren können. Unsere Psyche, unser Unbewusstes, unser Vegetatives Nervensystem das unsere Verdauung, den Hunger und die Sättigung beeinflussen reagieren aber nur sehr wenig bis gar nicht auf unsere Willenskraft, sondern unterliegt eigenen Regeln. Viele kennen diese Regeln und hormonellen Mechanismen aber nicht. Sie kennen die Wirkung von Nahrung und Gedanken nicht auf ihre Körperchemie und probieren seit Jahrzehnten die immer gleichen, nicht wirksamen Strategien des „ich reiß mich jetzt zusammen“ aus. Immer mit dem gleichen Ergebnis: Sie nehmen ab und dann genauso schnell wieder zu. 

Wenn Du wissen willst was Dich steuert, warum Du mehr isst als Deinem Körper gut tut und wie Du das verändern kannst, bist Du bei mir richtig.