Intuitives Essen ist nicht gleichzusetzen mit einer Diät

oder einer Ernährungsumstellung im klassischen Sinn. Ganzheitliches Gewichtsmanagement mit dem Belly & Mind Konzept bedeutet, dass Du hinter die Themen Abnehmen, Gewicht, Essen, Body-Image, Selbstliebe, Emotionales Essen usw. blickst. und das Intuitive Essen erlernst.

Belly & Mind ist keine Diät, sondern ein ganzheitlicher Prozess, der Dir helfen soll, ein besseres Verhältnis zu Dir und Deinem Körper zu bekommen – ob Du abnimmst oder nicht entscheidet dann Dein Körper.

Mir ist es wichtig Dir zu sagen: Dass ich nicht der Meinung bin, dass schlank sein besser ist als dick zu sein. Dass Du kein besserer Mensch bist, weil Du wenig Gewicht auf die Waage bringst, weiß, schwarz oder kariert bist. Dass es für mich unwichtig ist, welcher Nationalität oder Religion Du angehörst.

Meine Leidenschaft ist es Dir zu helfen, Dich selbst mehr zu lieben und Dein Verhältnis zu Dir und Deinem Körper zu verbessern. Denn ich wünsche mir, besonders für Frauen, dass sie sich befreien können aus der ständigen Mühle aus Diäten, Selbstabwertung und Optimierungswahn. Denn den kenne ich selbst nur zu gut.

Um dauerhaft unser Essverhalten positiv zu verändern benötigen wir mehr als einen Ernährungsplan und Disziplin, wir benötigen eine neue, gesündere innere Einstellung zu uns und unserem Körper. Und oft brauchen wir das Gegenteil dessen, was wir lange gemacht haben, nämlich Diät zu leben. 

Warum ist Abnehmen und Gewicht halten so schwierig?

Jahrhunderte lang ging es in der Natur nicht um Gewichtsreduktion, sondern darum nicht zu Verhungern. Unser Körper ist also von seinem genetischen Programm nicht aufs Abnehmen programmiert, sondern aufs „Überleben“. Zum Überleben hat unser Körper gelernt, möglichst wenig Energie zu benötigen. Unser Grundumsatz (Energie, die wir ohne Kraftanstrengung zum Überleben brauchen) sinkt nach jeder Diät dramatisch. Gleichzeitig setzt unser Gehirn das optimale Gewicht nach oben, um uns vor der nächsten Hungerattacke zu schützen. Das Fazit ist also: Diäten machen dick!

 

Heute funktioniert unser Körper immer noch wie zur Steinzeit – aber unsere Lebensgewohnheiten haben sich komplett verändert.

Unser Steinzeitprogramm ist noch auf „alles essen was nicht bei drei auf dem Baum verschwindet“ programmiert. Das ist heute, wo sich eine Bäckerei an die nächsten Döner-Bude hin zum Coffe-Shop reiht, schwierig geworden. Unsere Gene sagen also „iss, wenn was da ist“ unser Körper verkraftet das ständige Essen manchmal nicht. Er reagiert mit Krankheiten und zunehmender Erschöpfung. ABER oft ist auch alles gut und wir sind mit einem Gewicht weit über dem errechneten Standart BMI deutlich gesünder als mit einigen Kilos weniger. 

Mit Hunger hat die Nahrungsaufnahme vieler Menschen oft nur im übertragenden Sinn etwas zu tun, denn sich haufenweise Süßigkeiten einzuverleiben, hat oft nichts mit körperlichem Hunger zu tun, sondern mit emotionalem Hunger. Studien haben gezeigt, dass dicke Menschen oft weniger essen als schlanke Menschen. Außerdem hat es immer schon dickere und dünnere, größere und kleinere, schmale und breite Statuen gegeben. Menschen sahen nie alle gleich aus, dass ist die Schönheit der Vielfalt und der Natur. Wir werden also aus einem kleinen, stämmigen Menschen keine Elfe machen und aus einem schlaksigen Hünen keinen Athleten. Warum auch? Alle Menschen sind gut wie sie sind. Wenn wir aufhören nur einem Ideal zu folgen und uns wieder mehr in unseren Unterschieden feiern, kommen wir weg vom Ken und Barbie-Ideal.

 

Was also können wir tun, wenn es doch zu gut schmeckt, Essen überall verfügbar ist und zudem zu einem schnellen Wohlgefühl beiträgt?

Eine simple Lösung gibt es, wie so oft nicht: – Sich zusammen zu reißen funktioniert bei Menschen nur eine begrenzte Zeit. Was wirklich helfen kann ist: –  Herauszuarbeiten, was genau wir mit dem Essen z.B. von Süßigkeiten verbinden – oft sind es Dinge wie Trauerbewältigung, Stress, Überforderung oder Frust. Hilft da nicht ein klärendes Gespräch, sich Trösten zu lassen oder eine Massage viel besser?

Mit dem Belly & Mind Konzept, löst Du beide Problembereiche, Du lernst Deinen Körpersignalen wieder mehr zu vertrauen, Hunger und Sättigung wieder besser zu fühlen. Du erlernst und erfährst was genau gesunde Ernährung für Dich bedeutet. 
Wie einfach es sein kann, diese umzusetzen, wenn wir wieder lernen intuitiv zu Essen und nicht mehr alles mit dem Kopf kontrollieren zu wollen.   

 

Der JoJo-Effekt

Sobald Du nach einer Diät wieder anfängst so zu essen wie vor der Diät, nimmst Du schnell wieder an Gewicht zu, aufgrund unseres angepassten Stoffwechsels an Notzeiten, sogar noch schneller.

Außerdem hat eine lange Hungerphase zur Folge, dass ein hormonell gesteuerter Überlebensmodus eingeschaltet wird, der Dich zum Essen anhält. Du hast dann mehr Hunger, fühlst die Sättigung erst später. Hast mehr Antrieb zu essen und das Essen schmeckt intensiver. Oft denken wir, wir sind zu undiszipliniert, aber jede Frau weiß, wie sehr Hormone unser Leben, unserer Psyche und unserer körperliches Wohlbefinden beeinflussen können.

Was genau bedeutet Belly & Mind?

 

Belly & Mind ist ein Konzept, dass aus drei Bausteinen besteht.

 

In der ersten Phase des Konzeptes lernst Du, welchen Einfluss Diäten haben auf unseren Kreislauf aus Überessen und Hungern. Warum Diäten in 99 Prozent aller Fälle scheitern. Wie wir den ersten Schritt in eine gesündere Ernährung machen können und nach und nach lernen mehr Vertrauen in unseren Körper zu entwickeln.
Du lernst zu fühlen wie sich Hunger und Sättigung anfühlen, welche Gefühle, welche Lebensmittel, welche Umstände diese beeinflussen. 

 

Kaum etwas ist so komplex wie das Essverhalten von Menschen. Je mehr Auswahl wir haben umso schwieriger wird es genau zu wissen was wir wollen. Es gibt keine Standardlösung für Alle, sondern nur eine für jeden einzelnen Menschen. Die Lösung ist nicht, nach Plan xy zu leben, sondern nach den eigenen Bedürfnissen. Es geht darum diese wieder für sich zu entdecken, sie anzunehmen und wertzuschätzen. 

 

 

1. In der ersten Phase geht es darum zu erkennen, wie die Diätmentalität uns beeinflusst uns immer weiter von uns und unseren Bedürfnissen zu entfernen.

Studien zeigen, je mehr wir uns Dinge vorenthalten, je härter wir auf uns selbst einwirken, je stärker wir uns selbst verurteilen und uns selbst abwerten, umso dicker werden wir. Du wirst lernen, welchen körperlichen und welchen psychologischen Kreislauf Diäten mit sich bringen. Je mehr Schmerz wir uns durch unser eigenes Denken erzeugen „ich hasse meinen Körper…“ umso mehr werden wir versuchen diesen Schmerz zu betäuben. Dies gelingt uns häufig besonders gut mit Essen. Das heißt wir trösten und mit dem Essen und gleichzeitig bringt dieses Essen ein weiteres Problem hervor, nämlich in Form von Übergewicht und Unzufriedenheit.
Wer permanent viel industriell verarbeitetes Essen zu sich nimmt und unausgewogen isst, hat auch oft körperliche Begleiterscheinungen wie Sodbrennen, Magen- und Darmbeschwerden, Migräne usw.. Das, was wir essen hat einen Einfluss darauf wie wir uns fühlen, wieviel Energie wir haben und wie gut unsere Körperchemie funktionieren kann. 

In der ersten Phase geht es darum die Wahrnehmung zu schärfen. Was esse ich? Was denke ich? Was fühle ich? Wie nehme ich Hunger und Sättigung wahr? Was passiert, wenn ich mich selbst mit mir nicht gut fühle? Usw. Wer lernen will sich zu verändern, muss erst einmal feststellen wer sie ist und was sie will. Was sie denkt und wie ihre Weltsicht sie beeinflusst. 

Außerdem müssen wir wissen was hinter dem Wunsch abzunehmen eigentlich steckt und ein wirkliches Herzens-Ziel formulieren.
Klingt esoterisch für Dich? Dann fragt Dich mal ob das Ziel in Deinem Kopf wirklich emotional ist. Wenn wir beispielsweise den Wunsch haben andere Kleidung kaufen zu können – und uns schöner fühlen wollen, dann geht es meist darum dem Urteil der anderen nicht mehr ausgesetzt zu sein und sich nicht mehr abgewertet zu fühlen. 

 

2. In der zweiten Phase geht es darum, zum natürlichen, intuitiven Essverhalten zurück zu finden. Wir kommen als perfekte intuitive Esser auf die Welt.

Was ist bei natürlich schlanken Menschen anders als bei uns? Sie essen was sie wollen, bis sie satt sind und nicht einen Bissen mehr. Sie machen sich keine Gedanken über Kalorien, Sport als Ausgleich zum Essen oder Selbsthass und Selbstzweifel aufgrund von „falschem“ Essen. Sie teilen Essen nicht in gesund und ungesund ein, sondern vertrauen darauf, dass ihr Körper weiß was Ihnen gut tut und wieviel. 
Intuitive Esser beachten keine Regeln wie „Du musst den Teller leer essen“ oder „Du musst Dir Deinen Nachtisch verdienen“, sondern sie sind frei von Regeln. Intuitive Essen fragen sich „wie wird sich mein Körper fühlen, wenn ich jetzt eine ganze Tafel Schokolade esse“? Diät-Junkies sagen sich „jetzt hab ich schon die verbotene Schokolade gegessen, jetzt kann ich auch noch eine Tüte Chips essen – jetzt ist es eh egal. Danach quält sie das schlechte Gewissen. Sie versuchen die Freude aus dem essen zu locken aber meist kommt nur das schlechte Gewissen hervorgekrochen“.
Außerdem lernen wir wie wir Emotionales Essen verändern können, also was können wir mit unseren negativen Emotionen tun, anstatt sie wegzuessen? 

 

 

3. Die dritte Phase bedeutet zu lernen wie man seine Emotionen managet.
Wie wir lernen Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen.

Wer sich zu dick fühlt, weiß, dass es oft nicht die Angst vor dem Dick sein selbst ist, die uns quält, sondern die Angst vor dem Urteil anderer. Wir fürchten nicht den dicken Bauch, sondern was die anderen darüber denken und sagen. Gerade Frauen werden sehr häufig auf Ihre Äußerlichkeiten reduziert. „Wie sieht die denn aus? Kein Wunder, dass die keinen abbekommt….“ Frauen wachsen mit dem Vorurteil auf, das sie nur akzeptiert werden, wenn sie schlank sind, nur attraktiv sind, wenn sie schlank sind und auch nur dann einen adäquaten Partner finden. 
Glücklicherweise sieht die Realität anders aus, trotzdem hält sich diese Vorstellung hartnäckig. 
In der dritten Phase geht es darum sich von dem Urteil anderer Menschen frei zu machen, denn was andere Menschen über uns denken sagt etwas über diese Menschen aus und nicht über uns.  
Jeder Mensch hat ein Recht auf seine Meinung, aber es ist eben doch „nur“ eine Meinung. Und wir leben in einer Demokratie, so dass viele Meinungen nebeneinander Platz haben können. 

Auch ich habe gelernt, dass Frauen schön, schlank und etwas demütig sein müssen. Dass es sich nicht ziemt sexy zu sein, eigene Wege zu gehen. Dass es egoistisch ist, an sich selbst zu denken und dass Frauen immer das letzte Glied in der Kette sind….

Glücklicherweise können wir Neue Dinge lernen, neue Werte für uns definieren und leben in einer Zeit, in der Frauen zwar immer noch nicht gleichberechtigt sind aber wir uns immerhin auf dem richtigen Weg befinden. 
Frauen sind selbstbewusster, sie haben mehr Rechte als früher und sie solidarisieren sich immer mehr untereinander.
Das wollen wir auch bei Belly & Mind – wir sind eine Gruppe an Frauen, die sich unterstützen. Wir beurteilen uns nicht und wir üben uns nicht im Status-Abgleich, sondern wir geben einander die Empathie, das Verständnis und die Zugehörigkeit die wir brauchen, um gemeinsam als Gruppe erfolgreich zu sein. Auch wenn wir tief in unseren Herzen wissen, dass wir Frauen gleichwertig sind und ein Recht auf Anerkennung und Liebe haben – für das wer wir sind und nicht für das was wir leisten (wie gut aussehen und bescheiden sein). Trotzdem ist es wichtig uns gegenseitig immer wieder daran zu erinnern, denn wer sich ständig als Opfer fühlt, fühlt Schmerz und Ohnmacht und greift schneller wieder zur Betäubungs-Schokolade. Das macht uns unfrei und oft auch unglücklich.

Wer also lernt fühlen zu dürfen was ist und nicht mehr herunter zu schlucken, kann ein komplett neues Essverhalten entwickeln. Unser Essverhalten ist nicht gut oder schlecht – schwarz oder weiß – gesund oder ungesund – es ist das was wir daraus machen. Die Schokotorte kann pure Liebe oder purer Hass sein. Wichtig ist, wir wollen die Wahl haben und unsere Entscheidungen selbst treffen können und uns gut damit fühlen. Dann sind wir frei von Selbstabwertung und Perfektionsansprüchen, die niemand erfüllt. Wir sind liebevoll im Umgang mit uns und auch mit anderen. Wir können vergeben und müssen nicht immer nachgeben. Wir können ein echtes Ja und ein ehrliches, mutiges Nein sagen und zu uns stehen – ob dick oder dünn, faltig oder glatt, alt oder jung, Mann oder Frau. Hetero oder Homo- Trans oder Cis. USW. Wenn wir lernen uns zu lieben, kann der Teil der Menschheit der noch in der Angst feststeckt, nicht gut genug zu sein und deshalb nicht geliebt zu werden, uns nicht mehr negativ beeinflussen.